Du wirst nicht übersehen, wenn du die Bezeichnungen der Anzeige nutzt.

Dieselbe Erfahrung lässt sich mit ganz verschiedenen Wörtern beschreiben. Personaler und Sichtungsprogramme suchen aber nach den Wörtern aus ihrer Anzeige. Wer seine Kenntnis anders nennt, fällt leicht durchs Raster, obwohl er genau das mitbringt, was gesucht wird.

Hier liest du, wie du die Anforderungen einer Anzeige richtig liest, welche Begriffe du übernehmen darfst und wo die Grenze liegt. Zu jedem Schritt steht dabei, wie Steppwell dir zeigt, was dein Profil belegt und was noch fehlt.

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Pflichtanforderungen, die dein Profil noch nicht belegt, wie in der App.

Grundlagen

Warum der richtige Begriff zählt.

Viele Unternehmen lassen Bewerbungen zuerst von Software vorsortieren. Sie vergleicht den Lebenslauf mit dem Text der Anzeige und sucht nach denselben Begriffen. Danach überfliegt ein Mensch die übrigen Bewerbungen, oft in wenigen Sekunden, und sucht dabei wieder nach denselben Wörtern.

Das benachteiligt alle, die ihre Arbeit mit eigenen Worten beschreiben. Wer „Baupläne am Rechner gezeichnet“ schreibt, obwohl die Anzeige „CAD-Konstruktion“ verlangt, bringt die Kenntnis mit und fällt trotzdem durch. Der Begriff der Anzeige ist deshalb kein Schmuck, sondern die Voraussetzung dafür, dass jemand deine Erfahrung überhaupt findet.

Die Grenze ist genauso klar. Übernehmen darfst du einen Begriff nur, wenn er beschreibt, was du wirklich gemacht hast. Eine Kenntnis, die du nicht hast, fällt spätestens im Gespräch auf, und dann kostet sie dich deine Glaubwürdigkeit.

Anforderungen

Pflicht und Wunsch in der Anzeige unterscheiden.

Nicht jede Anforderung hat dasselbe Gewicht. Die meisten Anzeigen trennen, oft ohne es auszusprechen, zwischen dem, was du mitbringen musst, und dem, was gern gesehen wäre. Die Formulierung verrät, was gemeint ist:

  • Pflicht: „setzen wir voraus“, „zwingend erforderlich“, „Voraussetzung ist“, „Sie verfügen über“, „Sie bringen mit“.
  • Wunsch: „idealerweise“, „von Vorteil“, „wünschenswert“, „gern auch“, „runden Ihr Profil ab“.

Auch die Reihenfolge hilft. Was im Anforderungsprofil oben steht, ist der Firma meist wichtiger als das, was unten steht. Begriffe, die in Aufgaben und Anforderungen mehrfach vorkommen, sind fast immer die, nach denen später gesucht wird.

Für deine Bewerbung heißt das: Die Pflichtanforderungen müssen auf der ersten Seite deines Lebenslaufs belegt sein. Wunschanforderungen, die du erfüllst, nennst du ebenfalls, denn bei ähnlichen Bewerbungen geben sie oft den Ausschlag.

Vorgehen

So gleichst du Anzeige und Lebenslauf ab.

  1. Markiere die Anforderungen. Geh die Anzeige einmal langsam durch und schreib jede Kenntnis, Erfahrung und Qualifikation heraus, getrennt nach Pflicht und Wunsch.
  2. Leg deinen Lebenslauf daneben. Zu jeder Anforderung suchst du die Stelle, an der dein Lebenslauf sie belegt. Am Ende hast du drei Gruppen: belegt, vorhanden, aber anders genannt, und fehlt.
  3. Nenn, was du hast, beim Namen der Anzeige. Für die zweite Gruppe übernimmst du den Begriff der Anzeige in deinen Lebenslauf, an der Station, an der du die Kenntnis erworben hast.
  4. Lass weg, was fehlt. Für die dritte Gruppe schreibst du nichts dazu. Fehlt nur eine Pflichtanforderung und holst du sie gerade nach, nennst du das im Anschreiben. Fehlen mehrere, lohnt meist eine andere Stelle mehr.

Mit Steppwell

Wie Steppwell dir die Lücke zeigt.

Den Abgleich aus den ersten beiden Schritten macht Steppwell für dich an jeder Stelle, die du öffnest. Steppwell zerlegt die Anzeige in Pflicht- und Wunschanforderungen und legt dein Profil daneben. Unter „Das bringst du mit“ steht, was dein Lebenslauf belegt, unter „Das fehlt noch“, was er nicht belegt, jeweils mit dem Hinweis, ob es Pflicht ist. Der Match-Score fasst das zusammen, und Pflichtanforderungen zählen darin deutlich stärker als Wünsche.

Bei jeder fehlenden Anforderung steht der Knopf „Kenntnis hinzufügen“. Bringst du sie mit und hast sie nur anders genannt, holst du sie mit einem Klick in dein Profil, unter dem Namen, den die Anzeige verwendet. Der Match-Score wird sofort neu berechnet. Ohne deinen Klick ändert Steppwell nichts, und was du nicht mitbringst, lässt du einfach stehen.

Anschreiben, Lebenslauf und Gesprächstraining, die du danach erzeugst, kennen die neue Kenntnis. Wie der Lebenslauf zur Stelle entsteht, steht unter Lebenslauf erstellen, wie der Brief entsteht, unter Anschreiben schreiben.

Was du mitbringst und was noch fehlt, wie in der App.

Fragen

Was oft gefragt wird.

Muss ich alle Anforderungen einer Anzeige erfüllen?

Nein. Die Pflichtanforderungen solltest du weitgehend erfüllen, sonst hast du wenig Chancen. Wunschanforderungen sind Pluspunkte. Wer nur einzelne davon nicht mitbringt, kann sich trotzdem bewerben, vor allem wenn die übrigen Anforderungen gut belegt sind.

Woran erkenne ich eine Pflichtanforderung?

An festen Formulierungen wie „setzen wir voraus“, „zwingend erforderlich“, „Voraussetzung ist“ oder „Sie bringen mit“. Wunschanforderungen erkennst du an „idealerweise“, „von Vorteil“, „wünschenswert“ oder „gern auch“. Was in der Liste oben steht, ist meist wichtiger als das, was unten steht.

Darf ich Begriffe aus der Anzeige einfach übernehmen?

Ja, wenn sie beschreiben, was du wirklich gemacht hast. Hast du jahrelang Baupläne am Rechner gezeichnet und die Anzeige nennt das „CAD“, darfst und solltest du „CAD“ schreiben. Eine Kenntnis, die du nicht hast, gehört dagegen nicht in den Lebenslauf, auch nicht unter einem passenden Namen.

Übernimmt Steppwell fehlende Kenntnisse von selbst?

Nein. Steppwell zeigt dir an jeder Stelle, welche Anforderungen dein Profil noch nicht belegt. Ob du eine davon trotzdem mitbringst, entscheidest du. Erst wenn du auf „Kenntnis hinzufügen“ klickst, steht sie in deinem Profil. Dafür brauchst du ein Konto mit Name und E-Mail.

Was ändert sich, wenn ich eine Kenntnis hinzufüge?

Der Match-Score der Stelle wird sofort neu berechnet. Anschreiben, Lebenslauf und Gesprächstraining, die du danach erzeugst, kennen die neue Kenntnis. Dokumente, die du schon gespeichert hast, bleiben, wie sie sind, bis du sie neu erzeugst. Nimmst du die Kenntnis wieder heraus, gilt der alte Stand.

Was mache ich mit einer Pflichtanforderung, die ich nicht erfülle?

Schreib sie nicht dazu. Prüfe stattdessen, wie viele Pflichtanforderungen fehlen. Ist es eine einzelne und kannst du sie schnell nachholen, etwa mit einer laufenden Weiterbildung, nennst du genau das im Anschreiben. Fehlen mehrere, ist deine Zeit bei einer anderen Stelle meist besser angelegt.

Wer die Branche wechselt: Bewerbung als Quereinsteiger. Das Gespräch zur selben Stelle: Vorstellungsgespräch üben. Wie KI die ganze Bewerbung schreibt: KI-Bewerbung schreiben.

Sieh an jeder Stelle, was dein Profil belegt und was fehlt.

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