Du schreibst ein Anschreiben, das genau zu dieser Stelle passt.
Ein Anschreiben hat eine Seite, um drei Fragen zu beantworten: Warum du, warum diese Firma und warum jetzt. Wer dafür einen alten Brief umschreibt, beantwortet sie für die letzte Firma, nicht für diese.
Hier liest du, wie ein gutes Anschreiben aufgebaut ist, was in jeden Teil gehört und welche Fehler Personaler sofort sehen. Zu jedem Teil steht dabei, wie Steppwell dir den Brief zur geöffneten Anzeige schreibt.
DSGVO-konform. Ohne Kreditkarte.

Grundlagen
Was ein Anschreiben leisten muss.
Der Lebenslauf zeigt, was du gemacht hast. Das Anschreiben erklärt, warum genau das für diese Stelle zählt. Es ist die einzige Seite deiner Bewerbung, auf der du selbst die Verbindung ziehst zwischen deinen Stationen und dem, was die Firma sucht.
Personaler lesen es deshalb mit einer einfachen Frage im Kopf: Hat diese Person unsere Anzeige verstanden? Ein Brief, der die Anforderungen der Anzeige aufgreift und jede davon mit einer Station belegt, beantwortet die Frage mit Ja. Ein Brief, der zu jeder Firma passen würde, beantwortet sie mit Nein, so gut er auch formuliert ist.
Daraus folgt die Reihenfolge der Arbeit. Zuerst liest du die Anzeige und trennst, was du mitbringen musst, von dem, was gern gesehen wäre. Dann prüfst du, was davon dein Lebenslauf belegt. Erst danach schreibst du.
Aufbau
So ist ein Anschreiben aufgebaut.
- Briefkopf und Betreff. Oben stehen deine Kontaktdaten, darunter die Anschrift der Firma, das Datum und eine Betreffzeile mit der Stelle, so wie die Anzeige sie nennt. Gibt die Anzeige eine Kennziffer an, gehört sie in den Betreff. Die Form regelt DIN 5008, die Norm für deutsche Geschäftsbriefe.
- Anrede. Nennt die Anzeige eine Ansprechperson, schreibst du sie mit Namen an. „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nur die Lösung, wenn wirklich kein Name zu finden ist.
- Einleitung. Zwei bis drei Sätze, die neugierig machen. Beginne mit deinem stärksten Argument für diese Stelle, nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich“. Statt „Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen“ schreibst du etwa: „Seit vier Jahren halte ich in der Instandhaltung genau die Anlagen am Laufen, die Ihre Anzeige beschreibt.“
- Hauptteil. Zwei bis drei Absätze, in denen du die wichtigsten Anforderungen der Anzeige aufgreifst und jede mit einer Station, einer Aufgabe oder einem Ergebnis belegst. Danach folgt ein kurzer Absatz dazu, warum du zu dieser Firma willst und nicht zu irgendeiner.
- Schluss, Gruß und Anlagen. Ein Satz, der selbstbewusst auf das Gespräch verweist, ohne „würde“ und „hätte“. Fragt die Anzeige nach Gehalt oder Eintrittstermin, steht beides hier. Danach folgen „Mit freundlichen Grüßen“, dein Name und, wenn du Zeugnisse beilegst, ein Anlagenvermerk.
Das Ganze passt auf eine Seite. Wird es länger, liegt es fast immer daran, dass der Brief den Lebenslauf nacherzählt. Streiche dann die Stationen, die mit der Anzeige nichts zu tun haben.
Belege
Belege statt Behauptungen.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem schwachen Anschreiben liegt selten in der Form. Er liegt darin, ob der Brief behauptet oder belegt. „Ich bin teamfähig und belastbar“ kann jeder schreiben, und deshalb glaubt es niemand. Ein Beleg nennt die Situation, in der du es gezeigt hast:
- Behauptung: „Ich arbeite gern im Team und behalte auch unter Druck den Überblick.“
- Beleg: „In der Montage habe ich drei Jahre lang die Schicht für sechs Kollegen eingeteilt, auch in den Monaten, in denen zwei Stellen unbesetzt waren.“
Der zweite Satz ist nicht länger, aber er sagt etwas, das nur auf dich zutrifft. Jede Anforderung aus der Anzeige, die du im Brief aufgreifst, braucht so einen Satz. Drei starke Belege überzeugen mehr als zehn Eigenschaften.
Dazu kommen die Wörter der Anzeige. Viele Firmen sichten Bewerbungen zuerst mit Software, die nach den Begriffen aus dem Anzeigentext sucht. Nennt die Anzeige „SPS-Programmierung“, schreibst du nicht „Steuerungstechnik“, sofern du genau das gemacht hast.
Mit Steppwell
Wie Steppwell dein Anschreiben schreibt.
Steppwell schreibt den Brief nicht aus einem leeren Formular. Bevor ein Satz entsteht, hat Steppwell die Anzeige in Pflicht- und Wunschanforderungen zerlegt, dein Profil daneben gelegt und dir gezeigt, was du mitbringst und was noch fehlt. Genau diese Anforderungen greift das Anschreiben auf und belegt sie mit den Stationen aus deinem Lebenslauf.
Steppwell erfindet dabei nichts dazu. Was nicht in deinem Lebenslauf steht, steht auch nicht im Brief. Fehlt dir eine Kenntnis, die du belegen kannst, fügst du sie selbst ins Profil ein. Wie das geht, steht unter Kenntnisse aus der Anzeige.
Den Ton bestimmst du. Du wählst einen von drei Stilen, sachlich, erzählerisch oder ergebnisorientiert, und auf Deutsch zusätzlich Du oder Sie. Lädst du bis zu drei Texte hoch, die du selbst geschrieben hast, übernimmt Steppwell daraus deinen Ton: wie lang deine Sätze sind und wie knapp oder warm du schreibst. Am Ende liest du den Entwurf, änderst, was du anders sagen würdest, und lädst ihn als PDF nach DIN 5008 herunter.
Den passenden Lebenslauf zur selben Stelle erklärt Lebenslauf erstellen.

Fehler
Die häufigsten Fehler im Anschreiben.
- Der Brief passt zu jeder Firma. Wer Firmenname und Stelle austauschen kann, ohne dass ein Satz falsch wird, hat keinen Brief für diese Anzeige geschrieben.
- Der Lebenslauf in ganzen Sätzen. Das Anschreiben wählt aus. Zwei oder drei Stationen, die zur Anzeige passen, reichen.
- Floskeln am Anfang und am Ende. „Hiermit bewerbe ich mich“ und „Über eine Einladung würde ich mich sehr freuen“ kosten die zwei wichtigsten Stellen des Briefs.
- Eigenschaften ohne Beleg. Teamfähig, belastbar und motiviert schreibt jeder. Ohne Situation dahinter liest das niemand.
- Kopierfehler. Der Name der letzten Firma, eine falsche Anrede oder ein altes Datum führen oft schon in der ersten Runde zur Absage. Lies den Brief vor dem Absenden einmal Wort für Wort.
Fragen
Was oft gefragt wird.
Wie lang soll ein Anschreiben sein?
Eine Seite, nicht mehr. Nach dem Briefkopf bleiben dafür meist drei bis fünf Absätze. Personaler lesen ein Anschreiben oft nur in ein bis zwei Minuten. Was auf der zweiten Seite steht, liest dann niemand mehr.
Brauche ich für jede Stelle ein neues Anschreiben?
Ja. Ein Brief, der an zwei Firmen passt, gilt für keine von beiden. Aufbau und Ton darfst du behalten, aber die Einleitung, die Belege im Hauptteil und der Bezug zur Firma gehören zu dieser einen Anzeige. In Steppwell entsteht der Brief deshalb für jede geöffnete Stelle neu.
Wie fange ich ein Anschreiben an?
Mit deinem stärksten Argument für genau diese Stelle, nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich“. Nenne im ersten Satz, was du mitbringst und was die Anzeige verlangt. Hattest du schon Kontakt zur Firma, etwa am Telefon oder auf einer Messe, gehört das ebenfalls an den Anfang.
Muss ich Gehalt und Eintrittstermin nennen?
Nur wenn die Anzeige danach fragt. Dann steht beides im Schluss, das Gehalt als Bruttojahresgehalt. Fragt die Anzeige nicht danach, lässt du das Gehalt weg und sprichst es erst im Gespräch an.
Schreibt Steppwell das Anschreiben auch auf Englisch?
Ja. Du wählst die Sprache des Briefs unabhängig von der Sprache der App, auf Deutsch zusätzlich Du oder Sie. Beide Sprachen klingen, als hätte sie jemand geschrieben, der sie als Muttersprache spricht. Die Fakten bleiben dieselben, und der Name der Firma wird nicht übersetzt.
Kann ich den Brief ändern, bevor ich ihn abschicke?
Ja. Der Brief ist ein Entwurf, den du Satz für Satz bearbeitest. Danach lädst du ihn als PDF herunter, gesetzt nach DIN 5008, der Norm für deutsche Geschäftsbriefe.
Was kostet das Anschreiben in Steppwell?
Du kannst kostenlos starten, ohne Kreditkarte. Im kostenlosen Plan lädst du jeden Monat 3 Anschreiben und Lebensläufe herunter und prüfst 10 Stellen vor der Bewerbung. Plus kostet 14,99 Euro im Monat, Pro 24,99 Euro im Monat, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Die Übersicht steht unter Preise .
Wie KI die ganze Bewerbung schreibt: KI-Bewerbung schreiben. Wer die Branche wechselt: Bewerbung als Quereinsteiger. Das Gespräch zur selben Stelle: Vorstellungsgespräch üben.
Schreib das Anschreiben für die Stelle, die du wirklich willst.
Kostenlos starten, ohne Kreditkarte. Steppwell liest die Anzeige, prüft dein Profil dagegen und schreibt den Brief zu genau dieser Stelle.
DSGVO-konform. Ohne Kreditkarte.